Ich würde einfach mal vorschlagen, hier alle online abrufbaren - wie auch immer gearteten - 'Forschungs'publikationen zur Spezies Ultra im weitesten Sinne zu posten, möglichst ohne Kommentierungen, denn zumeist sprechen diese Feldforschungsergüsse ja irgendwie selbst ...
(...) Die Metastudie "Die Wandlungen des Zuschauerverhaltens im Profifußball - Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlicher Reaktion" beschäftigt sich seit Anfang 2004 in drei Teilstudien mit den aktuellen Entwicklungen innerhalb der Fanszene und dessen Umfeld. Neben der Analyse der Ultrakultur und der Erforschung der Schnittstellenarbeit zwischen Polizei und Sozialarbeit wird ein fokussierter Blick auf rassistisches, fremdenfeindliches und rechtsextremes Zuschauerverhalten gelegt (...)
Markus Verma:
Kollektives Engagement 'gegen den modernen Fußball' - Motive und Bedingungen für kollektives Handeln in Ultrà-Gruppierungen[2. Mai 2006]
und
Sven Langner:
"Solidarität, Zusammenhalt und Engagement" – Die Ultrabewegung in Deutschland - Eine explorative Interviewstudie zu einer neuen Fankultur[14. Juli 2005]
--- edit by ultras.ws-Team ---
"Solidarität, Zusammenhalt und Engagement" – Die Ultrabewegung in Deutschland - Eine explorative Interviewstudie zu einer neuen Fankultur gibt's auch hier >>>>>[*.pdf]
Kollektives Engagement 'gegen den modernen Fußball' Motive und Bedingungen für kollektives Handeln in Ultrà-Gruppierungen gibt's auch hier >>>>>[*.pdf]
Zur WM 2006 setzt sich u.a. Akademie-Mitglied Prof. Dr. Gunter A. Pilz mit den neuen Fankulturen auseinander. In den Artikeln beschäftigt er sich kritisch mit der Szene. Vor allem wegen der Gewaltbereitschaft und dem Hang zum Rechtsextremismus betrachtet der Soziologe die Fangemeinschaften mit Skepsis [Deutsche Akademie für Fußballkultur].
Dossier Fußball-WM 2006 Fankultur
Normale Fans, Kuttenträger, Supporter, Hooligans, Ultras und Hooltras - die Fanszene entwickelt sich immer komplexer. Eines aber eint die verschiedenen Gruppen - der Fußball. Woche für Woche pilgern die Fans in die Fußballstadien und bescheren der Bundesliga Rekordzuschauerzahlen. Wie unterscheiden sich diese Gruppen, für wen steht der Sport im Vordergrund und wer sucht bloß Randale im Stadion? (...)
Der Soziologe Gunter A. Pilz von der Uni Hannover gilt als führender Experte zum Thema Gewaltforschung im Umfeld von Fußballspielen. Er gehört der Kommission Gewaltprävention des DFB an. Im Interview mit WELT ONLINE erläutert er die Hintergründe der Ultra-Szene.
Sorry für meinen Verstoß jetzt einen Kommentar abzugeben, aber das muss wohl echt sein. Das folgende Zitat von Herrn Pilz lasse ich einfach mal im Raum stehen:
"[...] Ostdeutsche Ultras halten westdeutsche Ultras oft für verweichlicht, sie können es nicht verstehen, dass die Ultra-Fangruppen von Schalke und Dortmund friedlich in der Straßenbahn zusammen zum Lokalderby fahren [...]."
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