Beim FSV Zwickau gehen die Lichter aus: Nach den Rücktritten der Präsidiumsmitglieder Matthias Weichsel und Karsten Vogel ist der Verein praktisch führungslos. Zu unguter Letzt gab auch Trainer Dirk Barsikow sein Kündigungsschreiben ab.
Vogel und Schatzmeister Weichsel waren die letzten beiden "Mohikaner" im Präsidium. Der Vorsitzende Michael Luther hatte sich schon Ende 2009 verabschiedet, Ingo Heinicke nahm bei der Mitgliederversammlung Anfang Februar seinen Hut. Offizielle Statements zu den neuesten Rücktritten waren bislang nicht zu bekommen. Die Krise des Vereins basiert aber wie immer auf massiven Geldproblemen. Die Verbindlichkeiten des FSV sollen, so ist aus Vereinskreisen zu hören, bereits in siebenstelliger Höhe liegen. Zu spüren bekommen das vor allem die Spieler. Die haben inzwischen die Spielergewerkschaft VDV eingeschaltet.
In Zwickau gehen die Lichter aus
VDV-Vertreter sind bereits in Zwickau aktiv. "Manche Fußballer haben seit drei bis vier Monaten kein Geld gesehen. Aber wir haben noch nicht mit allen Spielern gesprochen", sagte der stellvertretende VDV-Geschäftsführer Lars Kindgen dem MDR. Einen Zahlungsverzug von gar fünf Monaten, wie es ihn angeblich bei Trainer Barsikow geben soll, konnte er jedenfalls nicht bestätigen.
Beim führungslosen FSV Zwickau hat derweil das Insolvenzgespenst die Geschäfte übernommen. Auf dem Platz ist vorerst Mittelfeldspieler Khvicha Shubitidze der alleinige Chef. Der Kapitän wurde für das Oberligaspiel am Sonnabend bei Budissa Bautzen (Platzbegehung erst am Donnerstag) zum Interimstrainer befördert. Einziger Kommentar aus dem Verein: "Die offenen Personalien werden in den kommenden Wochen geklärt."
Zur Not auch mit dem Leipziger Modell... _________________ "Wo alle öffentlichen Meinungsäußerungen von einem derart ermüdenden Gutmenschentum geprägt sind, bleibt nur das Stadion als Ort, wo man sich einfach hinstellen und sich irgendwelche aufregend unkorrekten Beleidigungen von der Seele brüllen kann!" Tim Parks
[...] Erklärungen zu den neuesten Rücktritten gibt es bisher nicht, auch die offizielle Homepage des Vereins hüllt sich dahingehend nach wie vor in Schweigen [...] Sollte beim FSV Zwickau wirklich ein Insolvenz-Drude die Geschäfte übernehmen? [...]
aus: Ist der FSV Zwickau noch zu retten? | ostfussball.com | 26. Februar 2010 |
Wie der MDR (18:07 Uhr) meldet, hat unterdessen die Spielergewerkschaft VDV beim FSV Zwickau "das Heft des Handelns übernommen". So sei mittlerweile beim zuständigen "Amtsgericht die Einsetzung eines Notvorstandes bei dem Oberligisten" beantragt worden. Der VDV wolle so "zumindest vorerst den Spielbetrieb aufrechterhalten".
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