_________________ "Wo alle öffentlichen Meinungsäußerungen von einem derart ermüdenden Gutmenschentum geprägt sind, bleibt nur das Stadion als Ort, wo man sich einfach hinstellen und sich irgendwelche aufregend unkorrekten Beleidigungen von der Seele brüllen kann!" Tim Parks
[...] versuchten einige Dresdner Hooligans vor und nach der Partie die von der Polizei durchgesetzte Fantrennung zu durchbrechen und lieferten sich Auseinandersetzungen mit den Beamten. Insgesamt 750 Polizisten waren im Einsatz. Es gab unter anderem neun Festnahmen und mehrere Platzverweise.
| mdr.de | 18. November 2009 | 18:43 Uhr |
[...] Die SG Dynamo Dresden zieht nach dem Oberliga-Derby der 2. Mannschaft gegen Lok Leipzig ein überwiegend positives Fazit. Nachdem es in der Vergangenheit bei dieser Paarung zu massiven Ausschreitungen gekommen war, war der Nachholer des 9. Spieltages zu einem Sicherheitsspiel deklariert und von entsprechend intensiven Vorkehrungen begleitet worden. Zwar kam es auch diesmal wegen des Einsatzes von Pyrotechnik zu einer Spielunterbrechung, darüber hinaus waren aber vor, während und nach Dynamos 2:0-Erfolg rund ums Stadion keine größeren Vorkommnisse zu vermelden. "Das Konzept von Verein und Polizei ist voll aufgegangen", kommentierte Dynamos Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne [...]
Der Verein verurteilt jedoch entschieden den massiven Einsatz von Pyrotechnik, vor allem im Gäste-, aber auch im K-Block. Wegen der aus dem Leipziger Block abgeschossenen Leuchtraketen hatte Schiedsrichter Lasse Koslowski das Spiel in der 65. Minute für fünf Minuten unterbrechen müssen. Einige der Pyro-Zünder konnten von der Polizei und dem Sicherheitsdienst identifiziert und festgenommen werden, sie erwarten Stadionverbote und Geldstrafen: "Dank der Video- und Fotoüberwachung haben wir noch während des Spiels die ersten Täter aus dem Verkehr ziehen können. Die Polizei wird auch in den kommenden Tagen und Wochen schonungslos ermitteln, um weitere Täter festzustellen", so Stefan Bohne. "Auch wir als Verein werden alle juristischen Mittel ausschöpfen, um den uns entstandenen Schaden durch die Unbelehrbaren ersetzen zu lassen", so Stefan Bohne. Bei den Einlasskontrollen wurden zudem sechs Ordnungswidrigkeiten, also Verstöße gegen die geltende Polizeiverordnung, z.B. das Mitführen von Sturmmasken, festgestellt – auch diese Täter werden zur Kasse gebeten.
Ich war gegen 12:30 am Akis, da ging dann auch alles ziemlich schnell, als ich ankam flogen schon reihenweise Labombas und andere Knallkörper auf die Straße. Als dann eine Flasche in Richtung Cops geflogen ist eskalierte es kurz, nach und nach flogen Bengalen, Flaschen, Labombas und noch lautere Knaller in Richtung Cops.
Als man anscheinend nix mehr groß zum knallen hatte ist man Richtung Stadion gelaufen. Auf der anderen Straßenseite rannten die Cops und es sah so aus als wöllten sie gleich vor die Masse rennen um evtl. jemanden rauszuziehen. So ist dann der halbe Mob auf die Straße und es flogen noch vereinzelt Flaschen in die Richtung der Grünen. Die kamen dann kurz danach mit einem Schwung angerannt und trieben uns auf eine große Wiese. Dort sich kurz wieder formiert und dann kamen die Cops schon wieder und drängten uns in Richtung von Hochhäusern zurück Richtung Akis. Der halbe Mob wieder beim Akis gewesen und nun gings auf Richtung Stadion. So wie ich es sehen konnte nahmen die Cops 2 Leute fest.
Im Stadion angekommen war die erste Halbzeit recht ereignislos. Weder Stimmung noch Spiel konnte wirklich überzeugen. In der 65. Minute schossen wir das 1:0 und es wurde im Lok-Block erstmal kräftig gezündelt. Daraufhin wurde auch in unserem Block ein Bengalo hochgehalten. Lok feuerte dann mehrere Leuchtspuren Richtung Spielfeld. Spielunterbrechung für 5 Min.
Dann kurz vor Ende das 2:0, man wartete eig. dann nur noch drauf, dass Lok erneut zündet, aber es kam garnichts mehr. Weder ein Böller noch Rauch oder ähnliches.
Wäre spannend gewesen, wenn sie nochmal gezündelt hätten und es zum Spielabbruch gekommen wäre, zu sehen was dann vorm Stadion noch abgeht.
Nach dem Spiel war der Lok-Block recht schnell leer und man hörte es noch aus allen Ecken krachen. Die Cops sicherten unseren Weg Richtung Gästebereich ziemlich gut ab. Man musste zumindest einen Umweg nehmen der Zeit gekostet hat. So kam man nicht schnell an die Lokis vorm Gästebereich ran.
Was sonst noch war kann ich leider nicht sagen. Wir waren leider zur falschen Zeit am falschem Ort nach dem Spiel. Sind richtung HBF und dort gab es nix mehr. Die Lokis hat man nicht mehr gesehen. Und in den Bahnhof kam man ohnehin nicht, da der gut bewacht war von Grün.
Sogar die Schienen wurde bewacht, damit man nicht wie vor 2 Jahren den Zug angreift.
Alles in allem ein ruhiges Spiel bis auf die Sache am Ackis und die Pyro-Aktion von Lok nix weiter gewesen. Was evtl. am Pirnaischen Platz war kann ich nicht sagen, aber da kann sich ja jemand anderes noch dazu äußern.
Kleines Highlight gabs aber noch .
Da wir eine 7 Mann Gruppe waren und alle in schwarz gelaufen sind hatten wir einen Zivi am Arsch, der sich auffällig unauffällig verhielt und uns ne ganze weile nach Spielende am Rockzipfel hing.
Auf jeden Fall waren wir dann, als die Lokis aus dem Bahnhof waren, kurz drin und holten noch Bier. Als wir raus sind, kam uns ca. 40 Uniformierte Cops des BFE im Eingang entgegen, machten kurz einen auf stark und liesen natürlich kein Platz. Der Zivi lief auf der anderen Seite des Eingangs und hatte keine Möglichkeit so schnell wegzugehen. Daraufhin schubste ihn ein Robocop aggressiv nach hinten, er machte irgendeine Handbewegung und zog sich am Pullover (was vllt. ein Zeichen ist "ich bin Zivi lass mich") und sagte irgendwas. Daraufhin schubste ihn noch ein weiterer Robocop und dann waren die 40 **** durch den Eingang. Als der Zivi dann hinterher ging und ihnen nochmal klar machte, dass sie grad nen Kollegen angegangen sind, sah man in den Gesichtern schon, dass sie genau wissen, dass das nicht grad klug war, den zu schubsen.
Zu den 2 Robocops und dem Zivi kamen dann noch 2 Zivis, um die Sache zu klären. Die 2 Robocops wollten dies wohl unter den Tisch kehren und die Sache vergessen. Doch der geschubste Zivi meinte nur: "So geht das nicht, ich mach ne Beschwerde!" Und so sah ich zum ersten Mal, dass ein BFE'er seinen Dienstausweis bzw. seine Dienstnummer ohne irgendein zucken zu machen rausrückte.
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